Das Energiekonzept der Rappenecker Hütte

 

Zur Geschichte

Der Rappenecker Hof besteht seit dem 17. Jahrhundert. Er hat keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz, wird aber seit 1987 über eine Photovoltaikanlage und ein Windrad mit Strom und somit aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Die Anlage ist vom Fraunhofer ISE geplant und gebaut worden. Der Dieselgenerator - vor 1987 alleiniger Stromerzeuger - unterstützte bislang die Photovoltaik- und die Windkraftanlage in sonnen- und windarmen Zeiten.

 

Die Rappenecker Hütte im 21. Jahrhundert

Energieschaubild der Rappenecker Hütte

Mit der Modernisierung der Anlage kommt 2003 ein neues Element hinzu. Sonne und Wind erhalten Verstärkung durch eine Brennstoffzelle. Ziel ist es, den Dieselmotor mittelfristig vollständig durch eine umweltfreundliche Technik zu ersetzen. Mit hohem elektrischen Wirkungsgrad, lokal schadstofffrei und leise, wird mit der wasserstoffbetriebenen PEM-Brennstoffzelle eine richtungsweisende Technik der Zukunft installiert.

Die Brennstoffzelle der Rappenecker Hütte

Wieder wird der Rappenecker Hof damit eine Vorreiterrolle einnehmen und Wegbereiter für Systeme in der ganzen Welt sein.

Konzeption und Planung erfolgen durch das Fraunhofer ISE, der Anlagenbau wird gemeinsam mit Partnerfirmen durchgeführt. Der Innovationsfonds Klima- und Wasserschutz der badenova AG & Co.KG fördert das Projekt.

Wissenswertes zur Brennstoffzelle
Pressemitteilung der Badenova zur Rappenecker Brennstoffzelle

Onlineverlauf Photovoltaik, Windrad, Brennstoffzelle und Dieselgenerator

Visualisierung der Energieflüsse
Zeigt graphisch den täglichen und monatlichen Energieverlauf von Photovoltaik, Windrad, Brennstoffzelle und Dieselgenerator der Rappenecker Hütte


Detaillierte Projektbeschreibung der Fraunhofer ISE

 

Technische Daten:

Photovoltaikgenerator: 3,8 kWp
Windrad: 1,8 kW
Brennstoffzelle: 1,2 kW
Dieselgenerator: 12 kW
Ladegerät: 5,8 kW
Batterie: 49 kWh
2 Wechselrichter: 3,5 und 5 kW
Jahresstromverbrauch:
ca. 7200 kWh